Vorwort
Mal was neues am Deutschen Markt, Domainfactory bietet unter jiffybox.de Cloudserver an, vServer/VPS mit vollem Rootzugang und Stündlicher Abrechnung um kurze Lastspitzen zu überbrücken bzw. kurz Projekte zu Testen – das Angebot reicht von 512Mb Ram / 20Gb HDD / 2 CPU Kerne für 0,02Euro / Stunde (48 Cent pro Tag / ~15 Euro pro Monat) bis zu 7Gb Ram / 250Gb HDD / 4 CPU kerne für 0,21Euro / Stunde ( 5,04Euro pro Tag / ~ 160Euro pro Monat).
Das ganze enthält noch keinen Traffic, der wird mit 0,12Euro / Gb berechnet ( 100Gb = 12 Euro, 1TB = 120Euro) – damit sind die Cloudserver eher nicht für Transferlastige Sachen geeignet, aber sehr wohl für kurze Lastspitzen von zB. Encoding Servern.
Derzeit kann das Angebot unter Angabe einer Telefonnummer (Handy, SMS Verifikationscode) und einer Email Adresse völlig Kostenlos für 24 Stunden getestet werden, laut den AGBs läuft der Vertrag automatisch aus und muss nicht gekündigt werden.
Preislich daher von mir nur 3 von 5 Punkten, Den Traffic könnte Domainfactory viel billiger Anbieten.
Control Panel
Das Server Controlpanel unter admin.jiffybox.de ist einfach zu benutzen, und bietet einigen Komfort der bei normalen VPS Providern nicht üblich ist, unter anderem das Eintragen eines bzw. mehreren SSH Public Keys die direkt in neuen Clouds Installiert werden um einen einfachen zugang zu ermöglichen.
Die Erstellung eines neuen Servers erfordert nur die Eingabe des gewünschten Hostnamens und die OS Auswahl, zur Zeit sind folgende verfügbar:
*CentOS 5.5 32 & 64Bit
*Debian Lenny 32 & 64Bit
*Fedora 12 32 & 64Bit
*Fedora 13 32 & 64Bit
*Ubuntu 10.04 LTS 32 & 64Bit
*Ubuntu 8.04 LTS 32 & 64Bit
Da als Virtualisierung XEN zum Einsatz kommt ist auch ein Zukünftiges Angebot von Windows Clouds nicht auszuschließen, Technisch möglich wäre es.
Schade ist auch das kein OS mit Control Panel angeboten wird, allerdings ist es verständlich da die Cloud Server wohl mehr für Power User gedacht sind.
Die Installation dauert nur etwa 1 Minute, danach kann man das System noch weiter Konfigurieren:


Dort werden auch Umfangreiche Statistiken zur Cloud angezeigt, wie Trffic, Festplatten und CPU Verbrauch.
Unter anderem kann dort auch der Reverse DNS Geändert werden, Backups angelegt und die Cloud neu Installiert werden.
Als “Spezielle” Optionen für Profi User stehen auch ein Menü zur Kernel Auswahl, Festplatten Partitionierung und SWAP erstellung bereit, kombiniert mit automatischen MRTG Graphen hat das Control Panel vielen VPS Panels einige für normalnutzer relativ nutzlose, aber für Profis sehr nützliche Optionen voraus.

Support
Ein Ticketsystem habe ich nicht gefunden, allerdings gibt es ein Support Forum und ein Gut ausgestattetes Wiki, damit lässt sich über die eher Magere FAQ hinwegblicken.
Die Cloud
Kommen wir zum Hauptteil des Reviews: dem Server.
j2914:~# uname -a
Linux j2914.servers.jiffybox.net 2.6.18.8-jb1 #7 SMP Wed Apr 7 15:01:23 CEST 2010 i686 GNU/Linux
j2914:~#
Das Installierte Debian Lenny 32Bit Image braucht im Auslieferungszustand etwa 55Mb Ram, es sind einige unnötige Dienste installiert (u.a.: kpsmoused, aio, migrationd) Installiert – das Image wurde wohl nicht komplett gecleant.
Via SSH Reagiert der Server sehr schnell und “zackig”, es ist keine Verzögerung zu Spüren
(‘top’ output im Spoiler)
Show ▼
top - 18:36:43 up 5 min, 1 user, load average: 0.00, 0.00, 0.00
Tasks: 64 total, 2 running, 62 sleeping, 0 stopped, 0 zombie
Cpu(s): 0.0%us, 0.0%sy, 0.0%ni,100.0%id, 0.0%wa, 0.0%hi, 0.0%si, 0.0%st
Mem: 1048788k total, 55880k used, 992908k free, 1432k buffers
Swap: 524280k total, 0k used, 524280k free, 15196k cached
PID USER PR NI VIRT RES SHR S %CPU %MEM TIME+ COMMAND
1 root 15 0 1988 696 596 S 0 0.1 0:00.05 init
2 root RT 0 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 migration/0
3 root 39 19 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 ksoftirqd/0
4 root RT 0 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 migration/1
5 root 34 19 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 ksoftirqd/1
6 root RT 0 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 migration/2
7 root 34 19 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 ksoftirqd/2
8 root RT 0 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 migration/3
9 root 34 19 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 ksoftirqd/3
10 root 10 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 events/0
11 root 10 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 events/1
12 root 10 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 events/2
13 root 10 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 events/3
14 root 18 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 khelper
15 root 10 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 kthread
17 root 19 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 xenwatch
18 root 10 -5 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 xenbus
Die Anbindung dürfte bei etwa 100Mbit pro Hostnode liegen, Zumindest Gbit Shared wäre wünschenswert gewesen bei den Traffic Preisen:
EDIT: Die Anbindung liegt bei Gbit / Hostnode, udn 100Mbit pro Cloud.
2010-07-09 18:45:39 (5.71 MB/s) - `1000mb.bin' saved [1048576000/1048576000]
Aus verschiedenen Speedtests bzw. Downloads (Niederlande, Österreich, Schweiz, Rumänien, Spanien, USA) sind etwa 60Mbit immer möglich, in beide Richtungen.
Der Standard IRC Port (6667) ist offenbar gesperrt, non-SSL via zB. Port 7000 dagegen geht Problemlos.
Damit kommen wir auch schon wieder zum Ende, hoffe das Review war brauchbar und konnte euch einige Informationen vermitteln
~Will